Bewegung ist ein Abenteuer!

Ganz hoch oben: Paulina (7) macht es Spaß, im Abenteuerzentrum herumzutoben.

An der Stadtteilschule Bahrenfeld lassen sich Schüler zu „Sportassistenten“ ausbilden.

Von Christopher von Savigny.
In der Sporthalle der Stadtteilschule (STS) Bahrenfeld herrscht reges Treiben: Schüler hüpfen auf Trampolinen, klettern über Bänke und über zu Brücken aufgespannten Seilen oder balancieren auf einem Schwebebalken. Dazu dröhnt laute Rockmusik aus den Lautsprechern. „Die Kinder finden das toll, weil die Musik sie beflügelt“, erklärt Sportlehrer Christian Wolff.
Vor zwei Jahren hat der Pädagoge an seiner Schule ein hamburgweit einmaliges Projekt gestartet, das sich „Abenteuerzentrum“ nennt. Dahinter steckt die Idee, sowohl Kindern als auch Erwachsenen außerhalb der Schulzeit ein sportliches Erlebnisprogramm zu bieten. „Sport stärkt die Balance, das Körpergefühl und letztendlich auch das Selbstbewusstsein“, hat Wolff festgestellt. „Wer sich viel bewegt, tut etwas für seine Entwicklung – in jeder Hinsicht.“
Im Angebot sind Klettern, Turnen, Slacklining und – sobald es draußen etwas wärmer wird – Parkour und Bogenschießen. Montagnachmittags können auch Vorschulkinder mit ihren Eltern zum „Abenteuerturnen“ vorbeikommen. Sportgeräte wie Sprungkästen, Reck, Barren und Weichmatten sind reichlich vorhanden und dienen als Brücken oder Rampen, die man überspringen oder erklettern kann. Zu den Nutzern zählen auch andere Schulen in Hamburg – zurzeit sind es etwa 40. Um das Projekt auf stabile Füße zu setzen und auch ganz offiziell außerschulische Angebote machen zu können, wollen die Verantwortlichen einen Verein gründen. Der Startschuss für das „Abenteuerzentrum Hamburg“ ist demnächst geplant.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Ausbildung zum „Sportassistenten“ für Schüler ab Klassenstufe 8: Dabei lernen die Jugendlichen, wie sie weniger geübten Kindern Hilfestellung geben können. „Mir macht es Spaß zu erleben, wie sich andere durch meine Hilfe verbessern“, sagt Fynn (14). Knapp 20 „Sportassis“ sind derzeit an der Schule im Einsatz. Sie unterstützen zum Beispiel beim Klettern oder Balancieren oder sichern den Rand des Trampolins ab. Finanziert wird die Ausbildung durch das AOK-Projekt „Fit durch die Schule“.
Kooperationen bestehen mit dem Deutschen Alpenverein, sowie mit den Klettervereinen „Kilimanschanzo“ (im Florapark) und „Bodenlos“ (Volkspark Altona). In naher Zukunft will das Abenteuerzentrum auch Kurse für Flüchtlinge anbieten. Der Verein hofft auf finanzielle Unterstützung durch das Bezirksamt.
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