„Betrüger nutzen den guten Namen meines Geschäfts!“

Torsten Ohlrogge ist einer von zwei Inhabern des Teppichhaus Altona in Ottensen. Ihm machen Betrüger zu schaffen, die versuchen, im Namen des alteingesessenen Familienbetriebs minderwertige Waren am Telefon und an Haustüren verkaufen. Foto: ch

Torsten Ohlrogge warnt vor falschen Teppichverkäufern an Telefon und Haustür.

In Ottensen treiben sich Betrüger herum, die den guten Namen eines Traditionsfachgeschäfts benutzen, um gutgläubige Menschen übers Ohr zu hauen. Gleichzeitig beschädigen Sie den Ruf des Geschäfts. Jetzt wendet sich der Inhaber an die Öffentlichkeit, um zu warnen.
Seit bald 45 Jahren existiert das Teppichhaus Altona in der Bahrenfelder Straße. Trotz aller Veränderungen in Ottensen hat sich dieser Familienbetrieb gehalten – das hat er der Mund-zu-Mund-Propaganda und seinem guten Namen zu verdanken. „Es gibt kaum jemanden in der Umgebung, der nicht schon einmal bei uns einen Teppich oder Teppichboden gekauft hat“, schmunzelt Torsten Ohlrogge, der gemeinsam mit Irfan Sanli das Geschäft führt.
Allerdings ist ihm zurzeit nicht nach Schmunzeln zumute. Immer wieder nutzen Betrüger den Namen des Teppichhaus Altona, um Kunden minderwertige Teppiche anzudrehen. Nicht nur das: Sie verbreiten auch das geschäftsschädigende Gerücht, das Teppichhaus werde geschlossen.
„Im Moment scheinen sie wieder unterwegs zu sein“, erklärt Ohlrogge. „In den vergangenen Woche haben mich mehrere Kunden angerufen, um mir das zu erzählen.“ Aus den Berichten wird die Masche der Betrüger klar: Sie telefonieren in Ottensen und Altona herum und versuchen im Gespräch herauszufinden, ob der oder die Angerufene schon einmal mit dem Teppichhaus Altona zu tun hatte. Ohlrogge: „Weil fast jeder Rentner in Ottensen schon einmal bei uns gekauft hat, gibt es immer wieder einen, der sagt: ‘Achja, vor zehn Jahren haben Sie bei mir Teppichboden verlegt’. Darauf antworten die Betrüger: ‘Wir schließen das Geschäft und haben ein oder zwei wertvolle, im Preis gesenkte Einzel-
stücke, die wir Ihnen gerne zeigen würden.“ Dann, so Ohlrogge weiter, kommen drei Männer vorbei und bieten minderwertige Ware an, die weder das Geld wert ist, was sie fordern, noch im Entferntes-ten mit dem Teppichhaus Altona zu tun hat. Die Polizei ist eingeschaltet.
Kann jemand die Kundendaten ausgespäht haben? Nein, erwidert Ohlrogge: „Wir habe die Daten nicht im Computer gespeichert, sondern nur in Papierform. Und sie sind unter Verschluss.“
Torsten Ohlrogge bittet darum, bei dubiosen Anrufen und Besuchen von Teppichverkäufern, die den Namen des Teppichhauses Altona nutzen, die Polizei zu informieren: Wache Mörkenstraße: Tel 428 65 21 10.

Bekannte Masche
Vor knapp zwei Jahren hatte ein Geschäft am Blankeneser Bahnhof mit der gleichen Betrügermasche zu kämpfen, unter der jetzt das Teppichhaus Altona zu leiden hat. Auch dort meldeten sich am Telefon und an der Haustür Verkäufer unter dem Namen des seriösen Fachgeschäfts, um minderwertige Teppiche an den Mann zu bringen.
Polizeisprecher Holger Vehren bestätigt, dass Betrug an der Haustür immer wieder vorkommt. Er warnt: „Keiner hat was zu verschenken. Man sollte generell keine Haustürgeschäfte abschließen. Dass die meist reisenden Täter den Namen renommierter Geschäfte nutzen, lässt von vornherein darauf schließen, dass es um Betrug geht. In so einem Fall die Polizei zu benachrichtigen, ist immer richtig.“
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