Bergspitze: Investor kann loslegen

Für das neue Wohn- und Geschäftshaus wird der flache Altbau in der Mitte des Bildes abgerissen werden. Der Neubau wird etwas höher als der Gelbklinkerbau links, um viele Meter weiter in den Goetheplatz (vorne) hineinragen und die Neue Große Bergstraße (Fußgängerbereich links) verengen. (Foto: pr)

Senatskommission unterstützt Pläne des Investors für Sechsgeschosser am Goetheplatz. Bauvorbescheid ist erteilt.

Am vergangenen Donnerstag hat die Senatskommission zum Thema Neubau„Bergspitze“ auf dem Goetheplatz getagt und sich mehrheitlich für den Vorschlag des Investors, der Unternehmensgruppe Bruhn, ausgesprochen. Nach Informationen des Wochenblatts hat sich Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz persönlich hinter diese Entscheidung und damit gegen seinen Oberbaudirektor Professor Jörn Walter gestellt. Der Bauvorbescheid für das Wohn- und Geschäftsgebäude wurde sofort erteilt.
Das geplante Gebäude an der Kreuzung Goethestraße, Neue Große Bergstraße, Große Bergstraße, Altonaer Poststraße wird im Erdgeschoss Geschäfte und darüber 55 Wohnungen aufweisen. Bruhn hatte den ursprünglichen Antrag leicht modifiziert: Statt 1.500 Quadratmeter nimmt der geplante Bau jetzt nur noch rund 1.200 Quadratmeter Grundfläche ein. Kai Krahmer von der Firma Bruhn: „Wir haben den Bauvorbescheid erhalten und werden gegen Ende des Jahres den Bauantrag stellen. Im Idealfall wird in etwa einem Jahr mit dem Neubau begonnen werden können. Allerdings kann gerade bei so großen Bauvorhaben - siehe Ikea - immer wieder etwas dazwischenkommen, was den Baufortschritt verzögert.“ Krahmer fügt an: „Unser Eindruck war, dass außer Jörn Walter alle aus Politik und Verwaltung diesen Neubau wollten.“
Bei vielen Altonaern, repräsentiert durch die Initiative anna elbe, stoßen die Planungen jedoch auf herbe Kritik. Der Neubau, für den das flache Gebäude weichen muss, in dem heute noch die Preis-Oase untergebracht ist, werde die Straße einengen und so weit in den Goetheplatz hineinragen, dass dieser jede Aufenthaltsqualität verlieren werde. Außerdem sei der Bau mit sechs Geschossen plus Staffelgeschoss zu hoch. anna elbe: „Den Bürgern wird mit der Bebauung des Goetheplatzes ein letztes Fleckchen Raum genommen, auf dem sie sich aufhalten können.“
Besonders übel stößt es der Initiative auf, dass die Stadt dem Investor zur Verwirklichung seiner Pläne ein Stück öffentlichen Grund verkauft: „Dieser Raum könnte für die Bürger gestaltet werden. Der Verkauf dieser Flächen ist nicht wieder rückgängig zu machen.“
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