Begabte Schüler sollen forschen

Geplantes Schülerforschungszentrum in Eimsbüttel soll 4,8 Millionen Euro kosten

Von Gaby Pöpleu

Das erste Schülerforschungszentrum in Norddeutschland wird in Hamburg bei den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen der Uni entstehen. Das wollen am kommenden Montag die fünf Kooperationspartner, die das Projekt bezahlen werden, mit ihren Unterschriften besiegeln.
4,8 Millionen Euro kostet das Zentrum. Bezahlen werden es die Joachim Herz Stiftung, die Körber-Stiftung, der Arbeitgeberverband Nordmetall und die Universität Hamburg. Die Behörde für Schule und Berufsbildung steuert zwei Lehrerstellen für die Betreuung der Jugendlichen bei. Baubeginn ist 2016, Anfang 2017 soll das Schülerforschungszentrum fertig sein.

Mathe, Naturwissenschaften, Informatik und Technik
Das Ziel: Schüler mit besonderen Begabungen und Interesse an den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sollen die Werkstätten und Labore nutzen, um an eigenen Forschungsprojeten zu arbeiten. Vor allem für Schüler ab Klasse 7 wird das infrage kommen. Studenten und Lehrer sollen sie dabei betreuen.
„Davon werden alle Hochschulen der Stadt profitieren“, sagt Uni-Präsident Dieter Lenzen, „und schlussendlich auch Hamburg als Wissenschaftsmetropole.“ Aber auch Arbeitgeber hoffen auf viele Forscher und Erfinder aus Hamburg.

Zentrum soll auch Lern-Labor für Lehrer werden
Das Besondere am Hamburger Zentrum soll sein, dass dort auch angehende Lehrer lernen sollen: Durch ihren Einsatz bei der Unterstützung der Schüler sollen sie üben, Schülern auch ohne Frontalunterricht und Stundenplan - mit sogenannten „offenen Lernformen“ - etwas beizubringen. „So bekommen die Lehrer von morgen wertvolle methodische Impulse“, sagtSchulsenator Ties Rabe.
Mit dem Schülerforschungszentrum soll eine Lücke geschlossen werden. Denn bisher gibt es nur Angebote für alle Schüler, z.B. Infotage, Schülervorlesungen oder Experimentierveranstaltungen. Das neue Zentrum ist dagenen für besonders begabte Nachwuchs-Naturwissenschaftler gedacht.
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