Befindet sich der verschollene Bronze Teufel von Teufelsbrück in Kanada?

Der Teufel aus Bronze. Ein Ölgemälde in s/w von Michael Borkowski.
Hamburg: Teufelsbrück | Die ersten drei aus Holz geschnitzten Teufel von Teufelsbrück hatten damals nicht so viel Glück mit ihren Standort. Sie wurden gestohlen. Ein diebstahlsicherer Nachfolger musste also her. Künstlerin Frauke Wehberg modellierte einen vierten Teufel aus Bronze, der von einer Stele aus Mangan-Hartstahl grinsend herabschaute. Nach nur drei Monaten, im Oktober 1981, verschwand auch diese Plastik. Der Stahlkern soll sehr porös gewesen sein. Für Vandalen oder Diebe war es also kein Problem den Teufel vom Sockel zu lösen.
Hin und wieder besuche ich den nun wirklich diebstahlsicheren und mittlerweilen sechsten Teufel, der seit dem Juli 2000 seinen festen Platz in Teufelsbrück hat. Je nach dem wie die Situation sich ergibt, erzähle ich vor Ort gern die Sage, wie z.B. der Name Teufelsbrück entstanden ist. Wenn ich dann so erzähle, kommen auch manchmal neugierige Passanten oder Touristen mit hinzu und hören mit. Eine Situation mit solchen Zuhörern werde ich nie vergessen und beschäftigt mich noch heute. Gespannt hörten sich zwei ältere Damen meine Geschichte über den Teufel an, die ich gerade jemanden erzählte. Nach dem ich erzählt habe, bedankten sich die zwei älteren Damen, das sie mit zuhören durften. Die eine der Damen sagte dann zu ihrer Begleitung, dass es doch schön gewesen wäre, wenn der andere Teufel wieder nach Hamburg käme, dass es richtig wäre. Meine Ohren spitzten sich und dann hörte ich neugierig zu. Nach dem ich nachfragte, welcher Teufel wieder nach Hamburg kommen sollte, erfuhr ich eine spannende Geschichte. Eine der älteren Damen berichtete mir, das ein Verwandter, der in Kanada lebt und nun langsam alt wird, sich überlegen sollte, das der Teufel aus Bronze wieder an seinen alten Ort zurück kommt. Ich konnte kaum glauben, was ich zu hören bekam. Was für ein Zufall. Das Gespräch blieb weiter spannend.
Der Verwandte besitzt in Kanada ein Grundstück und der Teufel grinst ihn dort von seinen Garten aus an. Die Plastik soll damals auf dem Gehweg gelegen haben. Als Souvenir machte sie dann die Reise nach Kanada. Die beiden Damen fragten mich, wenn sie es schaffen sollten ihn zu überzeugen, ob sie sich dann an mich wenden könnten, damit der Teufel wieder einen Platz in Hamburg bekommt. Sie dachten dabei an das Altonaer Museum. Alles sollte natürlich Anonym bleiben. So erfuhr ich nicht die Namen und auch nicht die Anschrift der beiden Damen, aber sie bekamen meine Adresse, meine Telefonnummer und auch meine Internetanschrift. Ich selbst wäre schon mit der Geschichte zufrieden gewesen, wie der Teufel gefunden wurde und mit einem Foto aus dem Garten in Kanada. Nun sind seit dem Gespräch ungefähr vier Jahre vergangen, aber leider habe ich von den netten Damen nie wieder etwas gehört. Ich kann nur von diesem Erlebnis berichten. Die beiden Damen empfand ich als sehr Glaubwürdig und beschrieben mir die Plastik ganz genau. Hätte ich nicht nachgefragt, hätte ich nie etwas über den Verbleib des Teufels aus Bronze erfahren.
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5 Kommentare
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Dieter Schmidt aus Altona | 15.05.2012 | 08:26  
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Michael Borkowski aus Altona | 15.05.2012 | 10:53  
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Dieter Schmidt aus Altona | 16.05.2012 | 08:09  
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Michael Borkowski aus Altona | 16.05.2012 | 10:07  
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Dieter Schmidt aus Altona | 16.05.2012 | 10:15  
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