Baustelle Schule: die Pläne des Senators für Altona

Schulsenator Ties Rabe beantwortet Fragen zum Gymnasium Allee... (Foto: cv)

Blickpunkt Altona: Teil 2 des Interviews mit Schulsenator Ties Rabe (SPD)

Elbe Wochenblatt: Warum wurden im SEPL nicht die Vorschläge übernommen, das Gymnasium Allee auszubauen, fertige Pläne liegen vor?
Ties Rabe: Konkrete Vorschläge zum Ausbau des Gymnasiums Allee sind uns nicht bekannt. Grundsätzlich aber gilt: Aufgrund der eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten ist es leider nicht möglich alle Ausbauwünsche sofort zu realisieren. Priorität haben diejenigen Standorte, die erhebliche Raumengpässe haben und derzeit mit einer größeren Zahl von mobilen Klassenzimmern arbeiten müssen.
EW: Die Kurt Tucholsky Schule ist völlig überfüllt. Passiert dort gar nichts, bis sie in die Mitte Altona umziehen kann? Gibt es einen Zeitplan? Zwischenlösungen?
TR: In der Tat besteht auch jenseits der mittelfristrigen Umzugspläne dieser Schule in das Gebiet Neue Mitte Altona Handlungsbedarf für die aktuelle Schülerschaft. Derzeit finden Gespräche und Prüfungen statt, welche Maßnahmen kurzfristig Abhilfe schaffen können.
EW: Die Sprachheilschule Bernstorffstraße soll der Schule Thadenstraße als Erweiterungsbau dienen. Wie werden die Sprachheilschüler verteilt? Ist die Sprachheilschule überflüssig?
TR: Diese Möglichkeit ist als eine mögliche Option genannt. Eine Realisierung ist selbstverständlich abhängig von Konzept und Standortentscheidung im Rahmen der Inklusionsplanungen für die Region.
EW:An der Königstraße sollen die Schulgebäude abgerissen und neu gebaut werden. Für laufende Reparaturen der sich in einem untragbaren Zustand befindlichen Grundschule wird bis dahin viel Geld ausgegeben. Wann kommt der Neubau?
TR: Das Schulgelände grenzt an das Sanierungsgebiet „Altona Altstadt – Große Bergstraße“ und ist daher bei vielen städtebaulichen Betrachtungen mit einbezogen worden. Mit der Sicherung des Schulstandortes durch den Schulentwicklungsplanentwurf der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) sind durch die BSB die Planungen auf dem Standort wieder in Gang gesetzt worden. Bislang vor dem Hintergrund des ausstehenden Schulent-
wicklungsplanes zurückgestellte Instandsetzungsmaßnahmen werden aktuell wieder aufgenommen, Voruntersuchungen zur Sanierungsfähigkeit einzelner Gebäude laufen bereits. Sofern sich die Sanierung einzelner Gebäude als unwirtschaftlich erweisen sollte, würde SBH | Schulbau Hamburg Ersatzneubauten realisieren und bei den Planungen die bezirklichen Gremien einbinden. Aufgrund der notwendigen Planungszeiten der Baumaßnahme und der Planung der Finanzierung ist mit einem Baubeginn in circa drei Jahren zu rechnen.
Interview: Anna Sosnowski und Carsten Vitt
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