Balkontheater: "Dat is all to nah"!

Peter Wulf und Michael Borkowski spielen die Geschichte von Joachim von Lohe.
Es war der 14. Juni 2013, 12 Uhr mittags. Schnell musste ich nach Hause. Es eilt, denn in circa vier Stunden soll mein Balkon für „Altona Macht Auf!“ in eine Bühne verwandelt sein. Eigentlich war ich müde, aber die Aufregung hielt mich wach. Mein Kumpel Peter wollte zwischen 13 Uhr und 14 Uhr zu mir kommen, damit wir vorher noch für unser Balkontheater „Joachim von Lohe“ proben können.
In der Zwischenzeit bereitete ich alles vor. Der Balkon wurde frei geräumt und dekoriert, Papiermützen wurden gebastelt, passende Kostüme herausgesucht und die CD mit dem Musikstück „Bi uns in Altona“ eingelegt.
Die Zeit rannte, und es ging schon auf 14 Uhr 30 zu und von Peter keine Spur. Zwischendurch musste ich noch mit meinen Hund Gassi gehen und schaute sehnsüchtig die Straße entlang, ob ich etwas von meinem „Mimen“ sehe, aber es war weit und breit nichts von ihm zu entdecken. Also ging ich noch mal mit lauter Stimme meinen Text durch. Dann klingelte es endlich an meiner Haustür, es war Peter. Nun aber schnell, wir fingen sofort an unser Stück zu proben.
Peter, Sohn eines Zirkusclowns, fiel zwischendurch immer wieder etwas Neues ein, was wir für das Stück gebrauchen und einsetzen konnten. Nun war es dann auch bald so weit, es war fast 16 Uhr, um 16 Uhr 15 sollten wir mit unseren Stück beginnen. Aber es war noch nicht alles perfekt. Ich vergaß in der Aufregung meinen Nachbarn Stoni, der extra pünktlich um diese Uhrzeit auf seinem Balkon sein wollte. Nach unserer Aufführung beabsichtigte er, sein extra für die „Altonale“ einstudiertes Stück auf der E-Gitarre zu spielen. Auf Stoni war Verlass, dank seines Arbeitgebers, der ihm extra etwas früher frei gab, konnte er kurz vor seinen Auftritt seine Geräte auf seinen Balkon aufbauen.
Nun war es so weit, die ersten Leute kamen und starten gebannt auf unseren Balkon. Das Intro spielte wie geplant. Peter und ich gaben unser Bestes, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen und zu erzählen, wie Altona zu seinen Namen kam. Unterhaltung mit geschichtlichem Hintergrund.
Stoni der schon den Abend vorher seine Geräte zusammengestellt hatte, kam ganz schön ins Schwitzen. Es kam, wie es kommen sollte. Die Chinch Kabel rutschten kurz vor dem Auftritt heraus und die Steckdose hatte plötzlich einen Wackelkontakt. Aber dann, genau eine Minute vor Beginn, lief alles wie geschmiert und Stoni verzauberte die Zuschauer mit seiner Musik. Es war wunderbar und alles lief „perfekt“
Noch heute können sich unsere Grübchen nicht mehr entspannen, weil wir dauernd schmunzeln müssen, wie unser gemeinsamer Auftritt verlief. Dank des großen Applauses unserer Zuschauer, haben wir uns fest vorgenommen 2014 wieder dabei zu sein, wenn Altona erneut seine Balkone und Fenster aufmacht.
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