Bahrenfelder Forsthaus abgebrannt

Das Gebäude ist völlig zerstört. Der Schaden geht in die Millionen. Fotos: CH

Feuerwehr kämpfte vergeblich gegen die Flammen - Brandursache unklar

Von Ch. Handke.
Das Bahrenfelder Forsthaus ist in der Nacht von Sonntag auf Montag abgebrannt. Um 22.20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die bis weit in den Montagmorgen vor Ort war und löschte. Das gesamte Gebäude ist ausgebrannt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist bislang ungeklärt.
Pächter Mehmet Tas, Betreiber des Restaurants, räumte vor einigen Wochen dem Wochenblatt gegenüber ein, dass sein Haus mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Ganz schlimm wurde die Lage, als bekannt wurde, dass das Haus wohl vor dem Abriss stand. An seiner Stelle sollten Wohnungen gebaut werden.
Nachdem diese Nachricht in einer großen Zeitung veröffentlicht worden war, sagten verschreckte Gäste schon gebuchte Feierlichkeiten wieder ab. Tas kämpfte, wollte die Zeitung verklagen, behauptete dem Wochenblatt gegenüber, es könne ohne seine Einwilligung ohnehin niemand das Forsthaus abreißen, da er Vorkaufsrecht habe.
Vor zwei Jahren erst hatte er die renommierte, über 100 Jahre alte Gaststätte übernommen und seitdem mehr als 600.000 Euro hineingesteckt. Im Gespräch mit dem Wochenblatt vor einem Monat schien er von der Nachricht, dass schon konkrete Neubaupläne für das Gelände existieren, völlig überrascht.

Wer bestimmt über
das Gelände?

Die geplanten Wohnungen bauen möchte die Köhler & von Bargen Immobilien OHG,: sieben dreigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss, insgesamt 38 Wohnungen, darunter auch Sozialwohnungen, dazu eine Gaststätte, die allerdings kleiner ausfallen würde als das „Forsthaus.“ Grüne und CDU sind für den Wohnungsbau, SPD und Altonaer Verwaltung konnten sich dagegen bisher mit den Neubauplänen nicht recht anfreunden.
Außerdem ist nicht sicher, ob die Bezirksversammlung Altona oder die Stadtentwicklungsbehörde das Sagen hat, wenn es um dieses Gelände geht. Es liegt in der Nähe der Autobahn A7 - die Stadtentwicklungsbehörde hat alle Entscheidungen über Flächen, die vom geplanten Autobahndeckelbau betroffen sind, an sich gezogen.
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