Autofreie Neue Mitte Altona!

Es geht weder vor noch zurück
Ja, ich war auch schon als Verkehrshindernis unterwegs, aber es machte einfach zu viel Spaß die alte Ost-West-Straße mit dem Mofa runterzubrettern. Auf der leicht abschüssigen Hauptstraße (jetzt Willy-Brandt-Straße) bekam der Motor die „zweite Luft“ und tief in den Lenker gebeugt konnte ich die 30km/h Marke mit Leichtigkeit knacken. Begleitet von einem Hupkonzert und einem Polizisten verwies man mich aber ständig auf den holprigen Fahrradweg.

Lautes Hupen holt mich aus meinem Traum. Es ist 5 Uhr morgens und ich gebe sofort den übermotivierten Bauarbeitern gegenüber die Schuld an dem Spektakel. Sie konnten in den letzten Wochen nur mit „Polizeigewalt“ vom Arbeiten vor 7 Uhr morgens abgehalten werden. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir das wahre Problem. LKWs stauen sich auf der Harkortstraße von der Brauerei-Einfahrt bis zur Stresemannstraße. Die Überholvorgänge der PKWs werden mit den Hupen koordiniert, man gibt sich jedenfalls lautstark Mühe. Dass die Brauerei schon um 5 Uhr Lieferanten abfertigt ist mir neu. Sie scheinen aber ihre Kapazitäten überschätzt zu haben. Es soll an einem „temporär gestiegenen Bestellvolumen vor Ostern“ liegen und sich wieder normalisieren, wurde mir mitgeteilt. Na denn, Prost Ostern!

Die Harkortstraße wird auch als Rangier- Lade- und Parkplatz benutzt. Speditionen und Container-Vermieter stellen dort gerne ihre Anhänger ab, auch mal gegen die Fahrtrichtung, die Anhängerdeichsel auf den entgegenkommenden Verkehr gerichtet. Das vergrößert das Chaos zeitweise erheblich und sorgt für mehr Unsicherheit, Verkehrsstaus und Lärm. Motorräder und Mopeds weichen schon mal auf den Fußweg aus. Ich schickte einige Bilder die das dokumentieren an die Polizei. Freundlich wurde mir geantwortet: „Das …. (Beladen, Rangieren und Parken) ist verkehrsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstanden. In der Harkortstraße ist weder das Halten noch das Parken durch Verkehrszeichen verboten.“ Ich dachte eher an §1 StVO, die Harkortstraße ist auch Schulweg zur Haubachstraße und wird viel von Radfahrern benutzt. Ich hoffe auf die geplante „Autofreie Mitte Altona“, ein Radfahrer- und Fußgängerparadies. Ich träum dann mal weiter.
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Angela Banerjee aus Altona | 07.08.2014 | 17:18  
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