Auf der Suche nach César Lubin Claude Rainville

Die Inschrifttafel von César Lubin Claude Rainville.
Hamburg: Große Feiheit | Vor einigen Jahren erfuhr ich, dass sich in einer Gruft unterhalb der katolischen St. Josephkirche auf der Großen Freiheit in St. Pauli, ein in Altona sehr bekannter und beliebter Mann seine Ruhestätte haben soll, der in Ottensen am Elbhang ein Gartenrestaurant nach französischen Vorbild betrieb, das zu jener Zeit wahrscheinlich sogar Weltruhm genoss. Es handelt sich um den Franzosen César Lubin Claude Rainville (1767-1845). Noch heute erinnert die Straße „Rainvilleterasse“, die sich am ehemaligen Standort des Restaurants befindet, an seinen Namen und an seiner Gaststätte.

Aber ist das Gerücht wahr?

Am Samstag den 10.September bot sich am Tag des offenen Denkmals eine seltene Gelegenheit die Krypta und das dort vor kurzem aufwendig errichtete Beinhaus unter der St. Josephkirche zu besichtigen, wo die Gebeine von 350 Menschen, die bei Renovierungsarbeiten gefunden wurden, ihre letzte Ruhe fanden. Das wollten sich zahlreiche Besucher an diesem Tag nicht entgehen lassen. Nach einem ausführlichen und informativen Vortrag, der einem Einblick über die Geschichte der St. Josephkirche gab, wurden die Besucher in die Kirchenkrypta geführt.
Anhand einer Chronik-Informationstafel konnte dort der ständige Wandel der St. Josephkirche nachgelesen werden. Große Aufmerksamkeit bekam das beleuchtete Beinhaus, das sich hinter einer Glastür befindet. Die ebenfalls bei den Ausgrabungen entdeckten Grabbeigaben und Fundobjekte liegen in Ausstellungsvitrinen und konnten besichtigt werden, sowie ein Messgewand und Totenkleid eines Priesters aus dem 19. Jahrhundert u.v.m.

Aber was war denn nun mit César Lubin Claude Rainville? Wurde er nun damals hier beigesetzt? Ja und auch seine Frau Jeanne Rainville (1769-1851). Die Särge, die es nicht mehr gibt, standen damals zusammen am selben Ort im heutigen Ausstellungsraum, nur noch die Inschriftentafeln des Ehepaares Rainville, bestehend aus einer Zinn/Blei Legierung, konnten geborgen werden und sind in einer Vitrine ausgestellt.
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