Auf dem Sprung nach Costa Rica

Noch lernt er fürs Abi: Mika Schiffner will im Ausland Erfahrungen sammeln. Er wird in einem sozialen Projekt in Costa Rica mitarbeiten. Foto: Calvi

Abiturient Mika Schiffner wird ab August ein Jahr lang in einem sozialen Projekt mitarbeiten

Von Jenifer Calvi. Abi machen, fürs Studium bewerben und dann ab nach Costa Rica – was für ein cooler Plan. Mika Schiffner (19) aus Altona-Nord zieht ihn durch. Das Zeug dazu hat er auf jeden Fall – nur etwas Geld braucht er noch.
Hamburg ist das Tor zur Welt – „und ich will weltoffen sein“, sagt Mika. Und das bitte auch, wenn die Eltern keine Groß-, sondern Normalverdiener sind. Costa Rica wird aber nicht nur ein Vergnügen sein für den Abiturienten des Stellinger Albrecht-Thaer-Gymnasiums. „Ich werde dort ein Jahr lang in einem sogenannten politischen Freiwilligendienst gegen Kost und Logis und für ein Taschengeld arbeiten“, erzählt Mika. Straßenkinderbetreuung, Natur- und Tierschutzprojekte oder Arbeiten mit behinderten Jugendlichen stehen auf dem Programm, das von der Organisation Weltwärts und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betrieben wird.
Das Ziel ist, wertvolle Erfahrungen zu sammeln – vor allem, wenn man aus einem wohlhabenden Land wie Deutschland kommt. „Ich möchte über den Tellerrand schauen. Lernen, wie es ist, Schwierigkeiten allein zu bewältigen. Andere Lebenseinstellungen verstehen“, beschreibt Mika seine Motivation, sich im August rund 10.000 Kilometer Luftline weitab von Freunden und Familie auf den Weg zu machen.

Ihm fehlen noch 1.000 Euro für die Reise


Bleibt nur die Frage, wie er seinen Aufenthalt in Zentralamerika finanziert. Denn allein das Flugticket kostet schon eine Menge. Das Prinzip von Weltwärts: „Wer sich bewirbt und nicht alle Kosten allein aufbringen kann, muss 2.700 Euro Eigenanteil zahlen. Für jeden Bewerber wird ein Spendenkonto eingerichtet. Auf meinem Konto sind schon ein paar Spenden aus meinem privatem Umfeld drauf, aber rund 1.000 Euro fehlen mir noch.“
Mika, der sich in Altona bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, arbeitet in einer Autowaschanlage in der Königstraße und jobbt bei einem Lieferdienst. Er hoffte, dass eine von Hamburgs großen Firmen ihn finanziell unterstützen würde. Bei einigen Firmen hat Mika mutig um Spenden angefragt, aber nur Absagen bekommen. Schade, dass sich einige Hamburger Unternehmen ausgerechnet auf dem Gebiet der Nachwuchsförderung lumpen lassen.

Weltwärts
Mit dem Programm „Weltwärts“ reisten seit 2008 etwa 20.000 Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren in die entlegensten Länder der Erde, um dort Freiwilligenarbeit zu leisten. Ein Ziel des Projekts ist es, junge Menschen im Ausland so fit zu machen, dass sie später beruflich ihren Weg in Wirtschaftsunternehmen finden, die global und fair arbeiten.
Für seinen Aufenthalt in Cos-ta Rica sucht Mika Schiffner noch Unterstützer. Wer ihm helfen möchte, wendet sich an ihn per E-Mail mika.schiffner@web.de
www.weltwaerts.de/de/
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