Altonas älteste Moschee lädt zum Mitfeiern ein

Absichtlich enthüllt dieses Foto nicht alle Details des neuen Gebetssaals. es soll neugierig machen auf die feierliche Eröffnung am Freitag. (Foto: pr)

Gebetssaal wurde völlig umgebaut und neu gestaltet

Altonas älteste Moschee, die Altona - Ulu Cami, übersetzt: Große Moschee von Altona, hat einen völlig neuen Gebetssaal erhalten. Die Fertigstellung soll gemeinsam mit Nachbarn, Freunden und Interessierten gefeiert werden.
Der über Lichtkuppeln hell erleuchtete Hauptsaal wurde ohne Stützen geplant, sodass der Blick nun ungehindert auf Gebetsnische und Kanzeln fallen kann. Eine separat zugängliche Galerie macht es möglich, zu den Zeiten der fünf täglichen Pflichtgebete auch nichtmuslimische Gäste zu empfangen.
Der Empfang zur Wiedereröffnung beginnt um 19 Uhr am Freitag, 26. September, in der Bahrenfelder Straße 92. Als Ehrengast ist Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz dabei.
Gefeiert werden auch die vier Jahrzehnte, die die Moschee in Ottensen zu Hause ist. Anfang der 70-er Jahre hatte sich eine Handvoll Menschen zusammengefunden, um sich nach geeigneten Räumen für die Ausübung ihrer Religion umzusehen. Es handelte sich größtenteils um Muslime, die im Rahmen des Anwerbeabkommens mit der Türkei in den 60ern zum Arbeiten nach Altona gekommen waren und hier bis dato ihre Gebete, Feste und religiösen Feiern in den eigenen Wohnungen oder angemieteten Garagen und Hallen mit wenig spiritueller Ausstrahlung ausüben mussten.
In Ottensen – damals noch weit entfernt von dem schicken Viertel, zu dem es heute geworden ist – fand man das passende Haus. Es wurde zuerst gemietet und kurz danach von der Gemeinde gekauft. Damit war es, so Murat Pirildar, Sprecher der Altonaer Moscheegemeinde, „bundesweit das erste erworbene Objekt mit Moscheenutzung.“
In den folgenden 40 Jahren diente das Gebäude aber nicht nur der Religionsausübung. Es war immer auch Anlaufpunkt für Nicht-Muslime, die sich über den Islam informieren wollten. Hier werden für Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Führungen, Schulungen zum Erwerb interkultureller Kompetenzen sowie Aus- , Fort- und Weiterbildungen im theologischen Kontext angeboten.
Wer noch nie hinter die Tore des schlichten Hauses geschaut hat, hat jetzt die beste Gelegenheit dazu: Sonnabend und Sonntag gibt es von 14 bis 16 Uhr Führungen. An allen drei Tagen des Fest-Wochenendes ist auf der Bahrenfelder Straße zwischen Klausstraße und Spritzenplatz Straßenfest mit orientalischen Leckereien von Grillfleisch bis Gebäck, einem Kinderprogramm und orientalischem Kunsthandwerk.
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