Altonaer Zirkustruppe auf Asientour

Fertigmachen zum Abheben: Die „Mixies“ von der Theatergruppe „Rotznasen“ fliegen am Donnerstag nach Thailand.

„Rotznasen“ fliegen Donnerstag nach Thailand – das Wochenblatt berichtet von unterwegs.

Von Christopher von Savigny.
Wenn sich die Altonaer Zirkusschule „Die Rotznasen“ auf Reisen begibt, dann geht es meist an die Nordsee oder auch mal nach Frankreich. An diesem Donnerstag, 27. September, werden 14 Teilnehmer der Jugendgruppe „Circe Mixe“ mit ihren Betreuern auf dem Hamburger Flughafen ein-
checken, um ihren bis dato weitesten Trip anzutreten: Das Ziel heißt Thailand und liegt über 8.000 Kilometer entfernt.
Geplant ist ein internationaler Jugendaustausch mit der
„Makhampom Theatre Group“ im nordthailändischen Chang Dao („Stadt der Sterne“). Zweieinhalb Wochen soll die Reise dauern. Den Abschluss bildet ein großes Zirkusfestival mit Artisten aus aller Welt.
Organisiert wurde der Austausch von Andrea Hille, seit 17 Jahren Trainerin der „Mixies“, wie sie kurz genannt werden. „Die Idee dahinter ist, Zirkus mit Theater zusammenzubringen“, sagt sie. Für den zirkustechnischen Anteil – Jonglieren, Akrobatik – sind die „Rotznasen“ verantwortlich. Die thailändischen Jugendlichen sollen den Altonaern dafür alles über Figurentheater und „Martial Arts“ beibringen. Und natürlich sollen Kultur, Land und Leute nicht zu kurz kommen. „Eine Begegnung mit der Fremde kann den Horizont ungemein erweitern“, sagt Hille.
In den vergangenen Wochen haben sich die „Mixies“ gründlich auf ihre zweieinhalbwöchige Asientour vorbereitet, mit Keulen jongliert, Hebefiguren geprobt und menschliche Pyramiden gebildet. In Planung ist eine Zirkusshow zum Thema „Ernährung“: Bei der Kartoffel-Jonglage geht’s ums Kochen, fliegende Keulen sollen den internationalen Gewürzhandel symbolisieren.
Einige Nächte werden die „Mixies“ sogar bei Familien in einem Bergdorf verbringen – ohne Strom und fließend Wasser. „Ich freue mich besonders darauf, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen“, sagt Jonas Freudenhammer (17). Auch wenn Sprachprobleme zu erwarten sind – Englischkenntnisse kann man nämlich nicht immer voraussetzen. Seine Kollegin Josefine Otto (15) ist schon seit acht Jahren begeisterte Zirkuskünstlerin. „Unter Artisten versteht man sich auch ohne Sprache“, sagt sie. Das Wochenblatt berichtet demnächst von unterwegs!
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