Altonaer Hafenverein hat einen neuen Kapitän

Der „Neue“ und der „Alte“: Hans-Rudolf Ebert (v.) löst Heinz Augustin als Ersten Vorsitzenden des Altonaer Hafenvereins ab. Der Verein existiert seit 1875 und ist noch im Besitz der ersten, handgeschriebenen Protokolle.

Hans-Rudolf Ebert ist der Nachfolger von Heinz Augustin.

Heinz Augustin (77) und der Altonaer Hafenverein von 1875 – das war ein und dasselbe. Jetzt hat der Mann, der den Verein 29 Jahre lang als 1. Vorsitzender, „mit Begeisterung“, wie er sagt, geleitet hat, seinen
Platz geräumt.
1960 trat Heinz Augustin, selbstständiger Einzelhändler aus Othmarschen, in den Altonaer Hafenverein ein: „Ich wurde gleich vereinnahmt“, erzählt er. Er stieg die vereinsinterne Leiter hoch, war Mitglied im Festausschuss, wurde Beisitzer, Schriftführer und 1984 Vorsitzender. Einen Namen in der Öffentlichkeit machte er sich dadurch, dass er 25 Jahre den Wahlvorstand in der Cars-ten-Rehder-Schule machte, das Wahllokal des berühmt-berüchtigten Politkometen Ronald Schill. Unvergessen, wie Augustin es schaffte, nicht nur den wie auf einer Bühne agierenden Eigendarsteller Schill, sondern auch die Meute von 200 Journalisten in Schach und sein Wahllokal am Laufen zu halten.
Heinz Augustin hätte wohl noch weitergemacht, aber die Pflege seiner kranken Frau verlangt seine ganze Kraft. Er will jetzt „in die zweite oder vierte Reihe zurücktreten. Es wäre unfair, wenn ich meinem Nachfolger reinreden würde.“
Der Nachfolger heißt Hans-Rudolf Ebert (67), ebenfalls ein Hafenvereins-Urgestein. Der Fernmeldemonteur mit Meis-terbrief ist die letzten 30 Jahre seines Berufslebens als Außendienstler durch Norddeutschland gereist. Er ist verheiratet, Vater zweier Söhne und Großvater von zwei Enkelkindern und wohnt in Bahrenfeld. Zurzeit arbeitet er sich durch die historischen Zeugnisse des Vereins, unter anderem handgeschriebene Protolle aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.
Im September soll es wieder losgehen mit den Veranstaltungen im Verein, bis dahin ist noch jede Menge Papierarbeit zu erledigen. „Da hab ich gemerkt, das ist ja fast ein Fulltime-Job!“, sagt Ebert und bekommt doch noch einen Rat von seinem Vorgänger: „Du musst eben delegieren, mein Lieber!“

www. altonaer-hafenverein.de

Der Altonaer Hafen-Verein von 1875 ist ein Freizeitverein, der durch Vorträge, regelmäßige Zusammenkünfte, Tagesausflüge, Theaterbesuche, Barkassenfahrten und Ähnliches das Beisammensein, den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis seiner Mitglieder fördern will.
Die Gründer hatten 1875 allerdings handfeste wirtschaftliche Interessen im Blick; Reeder, Kaufleute und Handwerker wollten mit dem Verein die Wirtschaft und den Hafen Altona unterstützen.
Zweck des Vereins ist heute, sich für kommunale Belange in der Hafengegend Altonas und in den Elbvororten einzusetzen.
Außerdem hilft der AHV mit ehrenamtlicher Tätigkeit und Spenden der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" und dem Verein „Park-in“, einer Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Suchtproblemen.
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