Altona: Rot-Grün fördert prekäre Praktika!

Karsten Strasser, Bezirksabgeordneter (DIE LINKE)
Am 25. Februar 2013 hatte der Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz und Gesundheit (UVG-Ausschuss) der Bezirksversammlung Altona über die Vergabe von Fördergeldern an ein Umweltprojekt zu entscheiden. Der Projektantrag sah unter anderem ein einmonatiges Praktikum vor, das mit 200,00 € vergütet werden sollte. Die Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Jugend) fordert seit Jahren, dass studienbegleitende Praktika mindestens mit 300,00 € netto monatlich und Absolventenpraktika mit mindestens 600,00 € monatlich zu vergüten sind. Daher beantragte DIE LINKE: „Die Gewährung der Sondermittel erfolgt unter der Bedingung, dass studienbegleitende Praktika mit mindestens 300,00 € netto monatlich und Absolventenpraktika mit mindestens 600,00 € netto monatlich vergütet werden. Die Erfüllung der Bedingung ist nachzuweisen.“ Dies beschloss eine Mehrheit von SPD, GRÜNEN und LINKEN im UVG Ausschuss am 25. Februar. Doch dieser Erfolg währte nicht lange… Bereits im Haushaltsausschuss fielen SPD und GRÜNE um: Sie beschlossen die Projektförderung, ohne den Zusatz des UVG-Ausschusses, eine Mindestvergütung für Praktikanten sicherzustellen. Auch ein Antrag der LINKEN (Drs.-Nr. XIX-2428), künftig alle bezirklichen Sondermittel unter der Bedingung zu vergeben, dass eine Mindestvergütung für Praktikanten vorgegeben wird, wurde im Haushaltsausschuss von SPD und GRÜNEN abgelehnt. Eine entsprechende Empfehlung liegt jetzt der Bezirksversammlung am 25. April zur Abstimmung vor (Drs.-Nr. XIX-2476). Einmal mehr hat Rot-Grün damit gezeigt, dass es zwar Umweltprojekte fördern will, dabei aber keine sozialen Mindeststandards beachtet. DIE LINKE wird nicht nachlassen, dies immer wieder zu thematisieren.
Weitere Informationen: www.karstenstrasser.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.