ALTONA MACHT am 26.6. und am 1.7. AUF!

In diesem Jahr fährt Bente Varlemann mit dem Fahrrad von Sehnsuchtsfenster zu Balkontheater!
 
AndiX kehrt am Schleepark zurück aus dem All auf seinen Balkon...

Es ist wieder soweit! In Altona gehen die Fenster auf. Die Balkontüren öffnen sich. NachbarInnen singen und schreien und flüstern aus ihren Sehnsuchtsfenstern. Tanzen und spielen auf ihren Balkontheatern. Sie zeigen, was im Alltag hinter der Fassade bleibt – und geben Altona ihr Gesicht!

Zum 4. Mal in Folge findet am Freitag, den 26.6., und am Mittwoch, den 1.7., jeweils zwischen 18:00 und 22:00 im Rahmen der theater altonale die partizipatorische Stadtteilperformance ALTONA MACHT AUF! statt. Das Publikum ist eingeladen, über 100 „Sehnsuchtsfenster & Balkontheater“ in Altona-Altstadt und Ottensen zu besuchen – und da es bei diesem Gewusel unmöglich ist, die Übersicht zu behalten, bieten die Coaches an beiden Tagen jeweils 6 kostenlose Touren an!

Durch die Altonaer Altstadt führen Tour A und B. Bei Tour A handelt es sich um eine Fahrradtour, die unter dem Titel „Hoch in die Hölle“ eine Stunde lang in den Süden der Altstadt führt. Start ist um 18:00 vor IKEA am Goetheplatz. Vorbei am „Morphonator“, der Furcht in Stärke verwandelt, geht es in die Struenseestraße, wo der heimliche Balkontheater-König Michael Borkowski seine diesjährige Inszenierung präsentiert. Pünktlich zum Start der Tour B kehrt die Fahrradtour zum Goetheplatz zurück.

Auf der Tour B führt – wie schon in den vergangenen Jahren – der Elektro-Punk-Musiker Knarf Rellöm zu Fuß. Unter dem Titel „Die legendäre Erforschung des Planeten Altonas“ startet die Tour im Anschluss an Tour A um 19:00 ebenfalls auf dem Goetheplatz (IKEA) und geht bis 22:15 quer und beet durch die Altstadt, vorbei an einer Sockenpuppen-Carmen und einem „So wollen wir leben“-Balkon. Es wird gesungen (z.B. vom Chorifeen-Chor), gespielt (z.B. „Nur weil ich schwarz bin!“), performt (z.B. „Die 9b vom Gymnasium Altona macht auf und sucht nach Flüchtlingen“) und getanzt (z.B. „Petit Galle“). Am 1.7. wird die Kommunikation auf dieser Tour barrierefrei sein, was bedeutet, dass Gebärdensprachdolmetscherinnen mitgehen und eine Induktionshöranlage im Einsatz sein wird!

Auf der anderen Seite vom Altonaer Bahnhof – in Ottensen – gibt es gleich 4 Touren. Zwei dieser Touren – eine Fahrrad- und eine Fuß-Tour – starten vom Hinterhof Barnerstraße 16 (Ecke Gaußstraße) aus, wo es schon zu Beginn „Laut (Barner 16)“ wird.

Die Fuß-Tour D geht um 18:00 von der Barnerstraße 16 aus los. Diese Tour unter dem Titel „Von Lärm zu Schwärm“ wird von dem Stand-up-Comedian Moritz Neumeier in einem Zickzack-Kurs durch das Zentrum von Ottensen bis weit hinaus in den Westen geführt. Vorbei an Punkrock-Seemannsliedern („Keine Frau ist so schön wie die Freiheit...“) geht es um die Zeise-Baustelle herum („Die Wahrheit über den Neubau“) in den Hohenzollernring, wo eine gesamte Hausband spielt. Von hier aus geht es dann hoch zu den „Sehnsuchtsfenstern & Balkontheatern“ des Röhrigblocks, wo die Tour auf den Kult-Friseur Gleb Lenz, einen wohlverdienten Picknick-Gruß aus der Altonaer Altstadt und noch weitere Sehnsuchtsfenster trifft.

Zeitlich leicht versetzt fährt die Poetry-Slamerin Bente Varlemann mit ihrem Fahrrad ab 18:30 von der Barnerstraße 16 aus die Tour E unter dem Motto „Happy, happy, joy, joy II“ ab. Knappe zwei Stunden geht es an den Kindern der „Krass Brass Band“, an der Max-Brauer-Schule („Lieber Fenster aufreißen als Menschen rausschmeißen“) und an der „Schmetterlingswerkstatt 50+“ vorbei in den Hinterhof des RL Fighthouses, wo sich SchülerInnen u.a. mit dem Schicksal des Boxers „Rukeli“ Trollmann oder der KZ-Vergangenheit des HSV-Spielers Otto Harder auseinandersetzen.

Durch den Süden Ottensens führt die Choreografin Yolanda Gutierrez die Tour C mit dem Titel „Transitions – sichtbare Köpfe“. Bereits ab 16:00 läuft im Café Olé in der Keplerstraße 2 Gutierrez' Film „my dance room“, bevor um 18:00 dann von hier aus die Tour startet. Auch auf dieser Tour findet sich wieder ein Sehnsuchtsfenster zum Kita-Streik, verschiedene Installationen, Klassiker wie die „weisen Aussprüche des Fred Has“ oder Hip-Hop mit Sam. Ihren krönenden Abschluss feiert diese Tour um ungefähr 20:00 vorm Altonaer Bahnhof (Nähe Taxistand), wo es eine riesige Body-Percussion-Aktion geben wird – „Alle, die ein Herz haben, haben auch den Rhythmus!“

Das Ende macht an beiden Tagen um 20:45 die Tour F – last but not least! Unter dem Titel „Hat Scholz friends?“ führt Bente Varlemann – dieses Mal zu Fuß – vom Alma Wartenberg Platz aus in die Erdmannstraße, deren BewohnerInnen eine große Performance zu all den großen und kleinen Fakten und Fiktionen rund um die umstrittene Baustelle in ihrer Nachbarschaft geplant haben. Mit von der Partie sind u.a. Pro Wohnen Ottensen, der Motte-Chor, Hans-Jörg Kapp und DJ Leo Large.

Wie schon in den letzten Jahren ist es auch in diesem Jahr unmöglich, alle „Sehnsuchtsfenster & Balkontheater“ zu erleben – das Publikum muss sich entscheiden. „Und das Publikum muss auch in diesem Jahr wieder eine gehörige Portion Geduld, Verständnis und Humor mitbringen,“ sagen Tania Lauenburg und Carsten Brandau, die diese mittlerweile preisgekrönte Performance vor fünf Jahren initiierten. Schließlich handele es sich um ganz normale AltonaerInnen, die sich für ihre NachbarInnen aus dem Fenster hängen – und bis zuletzt müssten alle zusammen mit Windmühlen wie Baustellen, Krankheiten, Lampenfieber oder Arbeitszeiten ringen.

Den Plan der diesjährigen „Sehnsuchtsfenster & Balkontheater“ gibt es in digitaler Form auf der Homepage von ALTONA MACHT AUF! – in gedruckter Form bekommt man ihn mittlerweile u.a. an der Info-Box der altonale auf dem Spritzenplatz. Was aber tatsächlich an diesen beiden Abenden in Altona rund um den Bahnhof passieren wird, das lässt sich nur erahnen – und diese Ahnung ist gut!
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.