Alptraum-Unfall in Blankenese

Mehr als eine Stunde lang bemühten sich Notärzte und Rettungssanitäter um die Verletzten - vor allem die Bergung der 30-jährigen Passat-Fahrerin gestaltete sich schwierig.

Rentner verliert Kontrolle über sein Auto und verletzt Mutter, Vater und drei Kinder.

So schnell kann ein fröhlicher Sonntagsausflug sich in einen Alptraum verwandeln. Schwerer Verkehrsunfall in Blankenese am Sonntagmittag.
14. Juni, 12.26 Uhr, Kreuzung Erik-Blumenfeld-Platz und Sülldorfer Kirchenweg. Blankenese, sonst sonntags eher still, wimmelt vor Menschen. Es ist der Tag des jährlichen großen Flohmarkts des Bürgervereins. Nur 100 Meter entfernt von Musik, Verkaufsständen und fröhlichem Feilschen kommt es zu einer Tragödie.
An der roten Ampel am Sülldorfer Kirchenweg warten einige Autos. Ganz vorn ein beiger VW-Passat. Gefahren wird er von einer 30-jährigen Frau, ihr Mann sitzt neben ihr. Hinten im Auto die drei Kinder, elf, neun und sieben Jahre alt. Von links aus Richtung Bahnhof nähert sich ein dunkelblauer Golf. Am Steuer ein 84-Jähriger, seine gleichaltrige Frau auf dem Beifahrersitz.
Was dann passiert, versteht keiner. Der Golf-Fahrer will nach rechts in den Sülldorfer Kirchenweg einbiegen, schafft aber die – völlig harmlose – Kurve nicht. Anstatt zu bremsen, beschleunigt er und knallt dem an der Ampel stehenden Passat der jungen Familie in die Fahrertür. Zeugen berichten: Auch dann noch, als die Autos Kontakt hatten, habe man gehört, dass der Golf-Fahrer immer weiter aufs Gaspedal getreten habe.
Warum er beschleunigte? „Unbekannte Gründe“, sagt die Polizeipressesprecherin. Der Renter habe nicht unter dem Einfluss von Alkohol gestanden und habe sich sofort bereit erklärt, eine Blutprobe abzugeben. Diese war zu Redaktionsschluss noch nicht ausgewertet.
Die Feuerwehr kam mit mehreren Wagen, der Rettungshubschrauber landete in Goßlers Park und brachte den Notarzt. Die Bergung der im Auto eingeklemmten jungen Mutter gestaltete sich schwierig. Sie war eingeklemmt, das Autodach musste abgetrennt werden.
Ironie des Schicksals: Sämtliche am Unfall Beteiligten wurden verletzt – nur der Unfallfahrer nicht. Während dessen Frau, der junge Vater und die drei Kinder leicht verletzt wurden und nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten, musste die 30-jährige Mutter stationär aufgenommen werden. Sie ist aber außer Lebensgefahr.
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