Alles so dunkel hier!

Solche Stufen können auf einem schlecht beleuchteten Gehweg schnell zu Fall bringen. Das demonstrieren Sonja Tesch (l.) und Karin Zickendraht von FUSS e.V.

Neu gegründeter Verein setzt sich für bessere Gehwegbeleuchtung ein.

Einen neuen Verein haben Sonja Tesch und Karin Zickendraht gegründet. Das Ziel: besser beleuchtete Gehwege in Hamburg. Der Name des Vereins FUSS e.V..
Sonja Tesch zeigt einen Ort, an dem es besonders deutlich wird, wie dunkel Gehwege sein können, selbst mitten im Sommer: Thadenstraße, Ecke Wohlersallee in Altona. „Gucken Sie sich das an: Die Bogenlampen beleuchten die Straße. Dort fahren Autos, die können die Fahrbahn mit ihren Scheinwerfern selbst ausleuchten. Aber die Gehwege bekommen von dem Licht nichts ab, vor allem an Stellen, wo so viele Bäume stehen wir hier.“
Die Dunkelheit auf diesem Weg hat Sonja Tesch schmerzlich zu spüren bekommen: „Hier bin ich schon ganz schön hingefallen!“
Wobei Tesch einen Eindruck unbedingt vermeiden möchte: den, dass sie Bäume ausdünnen lassen oder ganz beseitigen will. „Nein, das wollen wir ganz und gar nicht! Kein einziger Baum soll weg, die sind schön. Sondern wir wollen eine Anregung geben: Es sollte doch möglich sein, Gehwege besser zu beleuchten.“
Karin Zickendraht und Sonja Tesch wissen aus anderen Städten, dass das geht. Dort sind entweder Straßenlaternen im Einsatz, die nicht nur die Fahrbahnen beleuchten. Oder Lampen an den Hauswänden. Oder spezielle Gehwegleuchten, die ihr Licht nach unten abstrahlen und so die Anwohner in ihren Schlafzimmern nicht stören. Karin Zickendraht kennt solche Beleuchtung aus Karlsruhe, auch in Berlin gebe es Modelle, die den Gehweg besser berücksichtigen.

Sie haben sich schon lange über einen dunklen Bürgersteig geärgert? Oder kennen einen, der vorbildlich beleuchtet ist? Bitte melden, telefonisch unter Tel 43 28 08 37, oder Tel 43 25 47 78 oder per E-Mail an: sonja.tesch@fuss-ev.de
Als ersten Schritt wollen Sonja Tesch und Karin Zickendraht an die Öffentlichkeit gehen und Material sammeln: Adressen von Gehwegen, die besonders düster sind - oder von Bürgersteigen, die vorbildlich ausgeleuchtet sind.
Sonja Tesch: „Die Informationen sollen Grundlage sein für weitergehende Untersuchungen und Forderungen an die Politik im jeweiligen Stadtteil.“
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