„Afrika ist nicht arm!“

Hamburger für Afrika begeistern: Katrin Pfeiffer mit ihren Vereinskolleginnen Regina Samura und Beate Cham (v. r.). Foto: cvs

Der Verein Wurzeln in zwei Welten leistet Entwicklungshilfe und bringt Hamburger Kindern das Tanzen bei

Von Christopher von Savigny. Afrika ist arm? „Das stimmt so nicht“, sagt Katrin Pfeiffer. Der Kontinent ist nur deshalb arm, weil sich andere Nationen an ihm bereichern!“ Seit neun Jahren leitet die studierte Afrikanistin den Altonaer Verein „Wurzeln in zwei Welten“, der sich um kulturellen Austausch bemüht und aktive Entwicklungshilfe leistet. Wichtigstes Standbein ist ein Entwicklungshilfeprojekt in Gambia. Außerdem bietet der Verein in Hamburg regelmäßig Lesungen, Workshops, Konzerte und Tanzkurse zum Thema Afrika an. Im Oktober präsentiert „Wurzeln in zwei Welten“ eine Tanz-Performance mit Kindern, die in der Altonaer Paul-Gerhardt-Kirche stattfindet.
Pfeiffer arbeitet selbst als Lehrerin für afrikanischen Tanz. Sie spricht Mandinka – eine Sprache, die in Gambia und im Senegal gesprochen wird – und reist seit 31 Jahren regelmäßig nach Westafrika. „Wir wollen mit
unserem Wissen über Afrika raus an die Leute“, sagt sie. Das Tanzprojekt wendet sich vornehmlich an Kinder aus benachteiligten Stadtteilen. Zusammen mit ihren jungen Teilnehmern übt Pfeiffer Tanzschritte ein und erarbeitet Choreografien zu Percussionklängen oder afrikanischer Popmusik vom Band. „Dadurch werden Rhythmusgefühl, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung gefördert“, sagt die Anleiterin.
Außerdem ist der Verein mitverantwortlich für die Organisation des Afrikafestivals „Matadjaat“ („Aktuelles“), das jährlich im Mai über die Bühne geht – zuletzt im Kulturhaus SternChance, Schröderstiftstraße 7.

In Gambia hat der Verein eine Krankenstation gebaut

Die Zusammenarbeit mit dem „Kolior Health Center“ in Gambia besteht seit 2012. Der Verein hilft, vor Ort eine kleine Krankenstation aufzubauen. „Für die Menschen dort ist die Station überlebenswichtig, da das nächste Krankenhaus 20 Kilometer entfernt liegt und es kaum Straßen geschweige denn Autos gibt“, berichtet Pfeiffer.
Gambia ist das kleinste Land auf dem afrikanischen Kontinent und hat etwa so viele Einwohner wie Hamburg (1,7 Millionen). Es zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus.

Tanz-Performance

Am Sonnabend, 10. Oktober, präsentiert Katrin Pfeiffer mit ihren Schülern eine Tanz-Performance mit Trommelmusik in der Paul-Gerhardt-Kirche, Bei der Paul-Gerhardt-Kirche 2. Außerdem kann man sich über das Kolior Health
Center informieren. Beginn: 15 Uhr. Spende erbeten.
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1 Kommentar
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Volker Seitz aus Altona | 23.09.2015 | 11:36  
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