Ärger um Bahnhofs-Unterführung

Eine schwarze Höhle unter der Max-Brauer-Allee: So wirkt der Fußgängertunnel zwischen Bahnhof und Neuer Großer Bergstraße heute.
Ein Preisgericht beschäftigt sich zurzeit mit Architektenplanungen für eine Verbesserung des Fußgängertunnels unter der Max-Brauer-Allee. Jetzt melden sich Geschäftsleute aus der Großen Bergstraße besorgt zu Wort und warnen: Wenn das so kommt wie geplant, wird es eine Katastrophe.
Schon lange in der Bezirksversammlung beschlossen und durch die Ansiedlung von Ikea ganz aktuell: Die Unterführung zwischen S-Bahn und der Neuen Großen Bergstraße soll schöner werden. Bisher kann sich diese Unterführung mit dem Lessingtunnel den Titel „Gruseligster Ort Altonas“ teilen.
Doch was eventuell auf die Große Bergstraße zukommt, beunruhigt die Geschäftsleute: Nach EU-Bestimmungen ist die Rampe, die auf die Neue Große Bergstraße führt, viel zu steil. Die Bestimmungen sagen: Wird die Rampe angegangen und neu gemacht, so muss sie nicht nur sehr viel flacher sein, sondern auch alle paar Meter eine horizontale Strecke aufweisen. Bedeutet: Die Rampe würde so lang werden, dass sie die Neue Große Bergstraße von West nach Ost bis zur Höhe Schillerstraße wie ein Graben teilen würde. Kosten der Maßnahme: eine Million Euro.
Ein Schildbürgerstreich, sagen die Geschäftsleute, auch deshalb, weil die Rampe auf der anderen, (Bahnhofs-)Seite der Unterführung wegen dem dicht darunter liegenden Schellfischtunnel so steil bleiben muss wie sie ist. Berechtigte Frage: Was hätten Gehbehinderte von einer Unterführung, die sie von der einen Seite bequem begehen und mit dem Rollstuhl befahren, aber auf der anderen Seite nur unter Mühen wieder verlassen könnten?
Beruhigende Worte kommen von Mark Classen, der für die SPD in der Bezirksversammlung Altona sitzt. Er glaubt, dass die Kosten gar nicht aufzubringen sein werden und sich die Sanierung der Unterführung nur auf den Platz vor McDonalds und auf den Tunnel selbst beschränken wird. Dieser soll freundicher gestaltet und vor allem besser beleuchtet werden.
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