Abschied von Diren

Furkan, Shahin und Diren (v.l.). „Wir drei waren ein richtiges Trio, drei Brüder“, schreibt Furkan. (Foto: pr)

Der 17-Jährige Austauschschüler aus Altona, der in den USA erschossen wurde, ist am Montag in der Türkei bestattet worden.

Tausende von Menschen haben sich in der vergangenen Woche von einem 17-Jährigen aus Altona verabschiedet: Diren D., Schüler des Gymnasiums Allee, wurde in seinem Austauschjahr in Missoula /Montana in den USA erschossen.
Er war der Jüngste, der Sohn nach zwei Schwestern. Ein Junge, der weit kommen wollte und dem seine Familie die Türen in die Welt öffnete. Nach seiner Grundschulzeit in der Schule Thadenzeit wechselte er an das Gymnasium Allee. Das Größte für ihn: das Austauschjahr in den USA.
Das Wochenblatt hat mit einem seiner besten Freunde gesprochen. Furkan (17) lernte Diren bei der Einschulung kennen, seitdem waren sie befreundet, gingen auch im Gymnasium in dieselbe Klasse. „Diren war ein guter Mensch, einer, der immer hinter seinen Freunden stand. Man konnte sich auf ihn verlassen“, sagt Furkan. Das letzte Mal hatten Furkan und Diren eine knappe Stunde vor seinem Tod kommuniziert: „Da hat er mir noch ein Bild geschickt“. Furkan dazu: „Das Bild zeigt, finde ich, dass Diren wirklich nur das Gute sah im Leben und nichts Böses je wollte.“
Kann Furkan sich erklären, wieso Diren nachts in eine fremde Garage ging, in der er dann als vermeintlicher Einbrecher erschossen wurde? „Ich kann mir nur vorstellen, dass ihm langweilig war, da sieht er die offene Garagentüre, und da gehst du hin und guckst. Das ist doch ganz normal.“
Diren und Furkan schmiedeten schon Pläne für die Zeit nach Direns Auslandsaufenthalt. Furkan: „ Wir wollten so viel miteinander unternehmen, wenn er wieder hier ist: den Führerschein machen. Und in den Sommerferien nach Bodrum in die Türkei fahren.“
Furkan ist nach Bodrum gefahren – dort wurde Diren am Montag bestattet.
Diren D. wurde vor anderthalb Wochen in Missoula in einer Garage erschossen, weil der Hausbesitzer ihn für einen Einbrecher hielt. In Altona wurde Direns bei einem Benefizspiel des SC Teutonia, einem Trauermarsch von der Schule Thadenstraße zum US-Generalkonsulat und während der Trauerfeier an der Moschee am Nobistor gedacht. Dorthin brachte Direns Vater den Sarg seines Sohnes, bevor er zur Bestattung in die Türkei überführt wurde.
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