80 Jahre Altonaer Blutsonntag

Veranstaltung im Rathaus.

Der 17. Juli 1932 war ein Sonntag. An diesem Tag provozierten mehr als 7.000 SA- und SS-Männer mit einem Aufmarsch durch Altona eine Schießerei mit der Polizei. Dabei wurden neben zwei SA-Männern 16 Altonaer erschossen; 60 Menschen wurde verletzt.
Schon in den Wochen zuvor hatte die SA mit teilweise bewaffneten Aufmärschen vor allem die SPD- und KPD-orientierte Arbeiterschaft in Altona und in vielen anderen Städten und Dörfern Schleswig-Holsteins einzuschüchtern versucht.
1933, unter der Nazi-Herrschaft, wurden vier junge Kommunisten als angebliche Mordschützen zum Tod verurteilt und in Altona hingerichtet: Bruno Tesch, Walter Möller, Karl Wolff und August Lütgens. Erst nach Jahrzehnten wurden diese Unrechtsurteile aufgehoben. Inzwischen sind Straßen und Plätze in Altona nach den Hingerichteten benannt.
Am Dienstag, 7. August, soll ab 19 Uhr im Kollegiensaal des Rathauses Altona, Platz der Republik 1, an den sogenannten Altonaer Blutsonntag erinnert werden.
Hans Peter Strenge, Staatsrat a.D. und ehemaliger Bezirksamtsleiter Altonas, spricht über „Den Altonaer Blutsonntag, seine Vorgeschichte und seine Bedeutung auf dem Weg zur Nazi-Herrschaft“. Historische Filmaufnahmen von den Ereignissen werden gezeigt; anschließend liest der Schauspieler Peter Franke aus Originaldokumenten. „Was bedeutet die Erinnerung an den Altonaer Blutsonntag für uns?“ Diese Frage versuchen Propst Dr. Horst Gorski und Pastor Ulrich Hentschel zu beantworten.
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