71 Damen feierten den 200. Geburtstag ihrer Wohltäterin

Bewohnerinnen und Gäste feierten den 200. Geburtstag der Stiftsgründerin.

Hedwig von Nyegaard wurde am 30. September 1812 geboren; sie gründete das Nyegaard Stift.

Von Wolfgang Westphal.
Das Nyegaard Stift in der Max-Brauer-Allee 127, im Volksmund das „schwarze Schloss“ genannt, könnte gut als Kulisse für einen Harry-Potter-Film dienen: 13 verschnörkelte, denkmalgeschützte Gebäude mit Türmchen, Erkern und Krüppelwalmdächern, die abseits der Straße in einem großen, parkähnlichen Garten liegen.
Das ist das Nyegaard Stift, von 1899 bis 1901 als Damenstift erbaut. Finanziert hatt es damals Hedwig Magdalena Henriette von Nyegaard, die Witwe des dänischen Offiziers Christian von Nyegaard. Die Stifterin wurde am 30. September 1812 in Leck/Nordfriesland geboren. Als sich ihr Geburtstag nun zum 200. Mal jährte, wurde dies im Park gefeiert. Da passte es besonders gut, dass die Renovierung des Stiftes nahezu abgeschlossen ist. Aus dem „schwarzen Schloss“ sind helle Häuser geworden, in denen 71 Damen über 60 mit geringem Einkommen preiswert wohnen. Den Gästen wurde ein buntes Programm mit viel Musik und zahlreichen Beiträgen der Bewohnerinnen präsentiert.
Bischöfin Kirsten Fehrs lobte die soziale Komponente des Stiftes, Altonas Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose zeigte sich „beeindruckt von der behindertengerechten Renovierung aller Wohnungen“.
Die 8,5 Millionen Euro teure Renovierung wurde von der Reemtsma-Stiftung und aus Fördermitteln finanziert. Mit dem Mieten der Bewohnerinnen werden die restlichen Darlehen abbezahlt.
Die Stifterin Hedwig von Nyegaard hat den Bau des Stiftes nicht mehr erlebt, sie starb am 18. März 1898 und wurde auf dem alten Friedhof Norderreihe beerdigt. Dort, im heutigen Wohlers Park, versammelten sich Bewohnerinnen und Gäste abends an ihrem Grab.
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