70 Pfennig: Große Hilfe für kleines Geld

Fährt heute nicht mehr mit dem Fahrrad, wohl aber mit dem Motorrad: Herbert K. Meyer. (Foto: privat)

1950: AKN-MitarbeiterAlfred Müller spendierte Jungem aus Altona die Rückfahrt - aus eigener Tasche

Von Gaby Pöpleu

Mit dem Fahrrad durch Dänemark nach Kopenhagen war sein Plan. Doch auf der Heimreise gabs Probleme mit der Fahrkarte. Da half ein AKN-Mitarbeiter spontan - und sicherte sich die Dankbarkeit des Jungen aus Altona. Auch nach über 60 Jahren fällt Wochenblatt-Leser Herbert K. Meyer zuallererst die spontane Hilfe von Alfred Müller ein, wenn es um die AKN geht.
„Ich war gerademal 14 und fuhr mit der AKN vom Kaltenkircher Platz bis Neumünster“, erinnert sich der heute 80-jährige Meyer. Auf der Hinfahrt klappte auch alles wie am Schnürchen: Er radelte 14 wunderschöne Tage durch Dänemark und kam völlig erschöpft und ohne einen Pfennig wieder in Neumünster an, wollte von dort mit der AKN zurück nach Altona fahren. Er freute sich schon auf das gute Essen, das seine Mutter ihm sicherlich kochen würde, erinnert sich Meyer noch heute.
„Leider war die Rückfahrkarte ohne Fahrradmitnahme gelöst“, sagt Meyer, „Ich hatte das nicht bemerkt.“ Das hätte für den jungen Altonaer bedeutet: Nocheinmal rund 75 Kilometer mit dem Drahtesel über Kopfsteinpflaster und die schlechten Straßen der 1950er Jahre bis Altona radeln.

70 Pfennig fürs Fahrrad von Neumünster nach Altona
Doch ein AKN-Mitarbeiter half spontan und unbürokratisch: „Ein älterer Herr in AKN-Uniform saß am Schalter“, sieht Herbert Meyer es noch heute vor seinem inneren Auge, „Ich weiß das noch genau: Herr Alfred Müller war das.“ Der zahlte die 70 Pfennig für das Fahrrad nach Altona aus eigener Tasche dazu. „Ich war unglaublich dankbar“, so Meyer, der sich später noch nach dem netten Herrn Müller erkundigte und das Geld zurückzahlte, Müller aber persönlich nicht mehr gesprochen hat. „Aber ich denke noch immer gern an diese große Hilfe für kleines Geld zurück und werde diese gute Tat niemals vergessen!“
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