500 Bewerber für 28 Wohnungen

Blechblasmusik zum Richtfest: die Elbe-Brass-Pankoken-Kapelle. (Foto: cvs)

Saga-Neubau mit Sozialwohnungen - leider alle schon vermietet

Von Christopher von Savigny. Das Wohnen in der Hamburger Innenstadt hat innerhalb der letzten 100 Jahre rapide an Bedeutung verloren: Zwischen 1939 und 1980 schrumpfte die Einwohnerzahl von 65.000 auf rund 12.000. Seitdem gab es einen leichten Anstieg auf 13.000. Mit 11.000 Bewohnern hat die Neustadt den größten Anteil.
Die Straße Bäckerbreitergang darf im nächsten Frühjahr ein paar Dutzend neue Bewohner willkommen heißen: An der Ecke zur Neustädter Straße errichtet die städtische Wohnungsbaugesellschaft Saga derzeit ein fünfgeschossiges Gebäude mit 28 Mietwohnungen. Das Besondere: Weil das Vorhaben sozial gefördert wird, soll der Mietpreis bei lediglich 5,80 Euro kalt pro Quadratmeter liegen. Allerdings sind sämtliche Behausungen nach Auskunft der Saga bereits vergeben. „Wir hatten 500 Interessenten auf unserer Liste stehen“, sagt Karin Autenrieth, Leiterin der Saga-Geschäftsstelle Mitte. Die Gesamtkosten betragen 3,7 Millionen Euro. Kürzlich konnte das Gebäude Richtfest feiern. Geplanter Einzugstermin ist der 1. März 2012.
Im Bäckerbreitergang stehen noch viele historische Rotklinkerbauten aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
stehen. Der Neubau soll sich mit einer entsprechend gestalteten Klinkerfassade nahtlos ins Straßenbild einfügen. Flächenmäßig liegen die Wohnungen zwischen 35 und 85 Quadratmetern, alle sind mit Balkon, Terrasse oder Wintergarten ausgestattet. Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt: „Als Bausenatorin liegt mir der soziale Wohnungsbau besonders am Herzen. Ein Drittel der geplanten 6.000 neuen Wohnungen im Jahr sollen deshalb im geförderten Bereich entstehen. Der Neubau im Bäckerbreitergang ist ein gutes Beispiel für mehr bezahlbaren Wohnraum in Hamburg und zur sozialen Durchmischung in innerstädtischen Lagen.“ Dennoch werde geförderter Wohnungsbau in der Innenstadt auch in Zukunft eher die Ausnahme bleiben, so Blankau. „28 Wohnungen – das ist zwar keine große Zahl, aber trotzdem ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung.“
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