350 Jahre Altona - die große Party

Fantasievolle Kostüme: Die „Stamp“-Parade wurde in diesem Jahr mit der 350-Jahr-Feier Altonas zuammengelegt. Trotz kühler Witterung verfolgten Tausende das bunte Spektakel. Foto: rs

Als Hamburg Altona nicht kaufen wollte

Von Reinhard Schwarz.
Von der zweitgrößten Stadt Dänemarks zu einem von sieben Bezirken Hamburgs: Manche fragen sich, ob das ein Aufstieg oder eher ein Abstieg ist. Auf jeden Fall hatten die Altonaer am Wochenende einen Grund zum Feiern, denn vor 350 Jahren erhielt Altona durch König Frederik III. von Dänemark und Herzog von Holstein die Stadtrechte verliehen.
Eine historische Kuriosität erwähnte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), nach eigenen Worten „begeisterter Altonaer“, in seiner Festansprache im Kollegiensaal des Altonaer Rathauses: So bot König Frederik III. das dänische Altona noch vor Verleihung der Stadtrechte den Hamburgern drei Mal zum Kauf an. Doch die Hamburger wollten Altona nicht haben. „Der Rat der Stadt Hamburg lehnte ab“, so Scholz schmunzelnd.
Am Wochenende bot Altona seinen Besuchern bunte Spektakel - von der „Stamp“-Show mit teilweise grotesken Kostümen, bis hin zur großen Parade der Traditionsschiffe zwischen Vorsetzen und Neumühlen. Zahlreiche Ausstellungen erinnerten an die jüngste und die ältere Geschichte Altonas.
Ungewöhnlich für die benachbarten Ottensener: Die traditionellen Verkaufsbuden und Fahrgeschäfte, die etwa während der jährlichen Altonale zum Großteil in ihren Straßen stehen, waren nun auf Altonaer Gebiet - vor allem an der Großen Bergstraße, die - bisher das Sorgenkind des Bezirks - seit Juni durch das Ikea-Möbelhaus eine erhebliche Aufwertung erfuhr.
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