15 Millionen für Ledigenheim

Können optimistisch in die Zukunft schauen: Antje Block (v.r.) und Jade Jacobs (h.li.) von der Stiftung Ros, zusammen mit den Bewohnern Joachim Radzey, Michael Gerdes und Oleksandr Nazaruk (v. li.). Foto: CvS
Hamburg : Ledigenheim |

Bürgerschaft bewilligt Geld für Sanierung: Baubeginn wahrscheinlich Mitte 2019

Von Christopher von Savigny. Gute Nachrichten für das Ledigenheim in der südlichen Neustadt: Ende Januar hat sich die Hamburgische Bürgerschaft endgültig entschieden, 3,3 Millionen Euro an das Projekt in der Rehhoffstraße zu zahlen. Hinzu kommen 9,9 Millionen Euro an Bundesfördermitteln aus dem Programm „Soziale Entwick-lung im Quartier“.
Zusammen mit den 1,7 Millionen Euro, die die lokale „Stiftung Ros“ selbst gesammelt hat, ergibt sich damit eine Gesamtsumme von knapp 15 Millionen Euro.
Dieses Geld steht nun für die Sanierung des 1912 erbauten und inzwischen denkmalgeschützten Gebäudes zur Verfügung. Geplante Bauzeit: Mitte 2019 bis etwa 2022 – voraussichtlich.
„Damit kommt viel Arbeit auf uns alle zu, und es wird sicher nicht einfach werden – auch weil der Umbau des Ledigenheims in bewohntem Zustand stattfinden soll“, sagen Antje Block und Jade Jacobs von der Stiftung Ros. „Aber gemeinsam werden wir auch diesen Schritt meistern.“
Zur Erinnerung: Vor neun Jahren war das backsteinerne Ensemble von einem dänischen Investor übernommen worden, der das Haus umbauen und mit modernen Appartements ausstatten wollte. Doch aus der geplanten Luxussanierung wurde nichts, weil die Stadt eine Soziale Erhaltungsverordnung für das Gebiet erlassen hatte. Diese erschwert unter anderem die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.
Momentan gibt es rund
60 Bewohner im
historischen Ledigenheim
Gleichzeitig setzte sich eine private Initiative für den Erhalt des als Männerwohnheim errichteten Ledigenheims ein.
Ihre zu dem Zweck gegründete Stiftung Ros konnte das Haus nicht nur zurückkaufen, sondern überdies eine beträchtliche Summe für die geplante Sanierung sammeln.
Das fünfstöckige Gebäude wird nun von Grund auf saniert. Das bedeutet: neue Strom- und Wasserleitungen, eine neue Heizung, deutlich mehr Küchen, Bäder und Toiletten für die aktuell rund 60 Bewohner – darunter viele Rentner, Berufstätige, ehemalige Obdachlose, aber auch Studenten und Geflüchtete.
Der ehemalige Wohnungslose Michael Gerdes (59) freut sich bereits jetzt auf ein schöneres Zuhause. „Ich wohne gerne hier, man bekommt schnell Kontakt“, berichtet er . Auch
Joachim Radzey (80), einer der „dienstältesten“ Bewohner der Rehhoffstraße, ist guter Dinge – auch weil endlich ein Fahrstuhl eingebaut werden soll. „Hoffentlich erlebe ich das noch“, sinniert er.

❱❱ www.rehhoffstrasse.de
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