13.500 Kilometer mit der Knutschkugel

47 Jahre alt ist der Wohnwagen, er hat eine Fläche von sechs Quadratmetern und keinerlei moderne Technik – Autorin Bruni Prasske schreckte das nicht. Sie machte sich mit der Knutschkugel auf die lange Reise von Hamburg nach Ost-Anatolien und zurück und schrieb über ihre Erlebnisse ein kurzweiliges Buch.

Bruni Prasske reiste mit einem Uralt-Wohnwagen von Hamburg nach Ost-Anatolien und zurück.

Von U. Ortlepp-Matthes.
In ihrem neuen Buch beschreibt Autorin Bruni Prasske ihre Reise mit dem Oldtimer-Wohnwagen von Hamburg nach Ostanatolien und zurück.
Eine Reise zu zweit durch zehn Länder in rund 100 Tagen und über 13.500 gefahrene Kilometer, mit einem 47 Jahre alten Wohnwagen, der über eine Fläche von sechs Quadratmeter ohne moderne Technik verfügt und normalerweise friedlich am Elbufer in Rissen steht.
Ihre Erlebnisse hat die 53-jährige, die im Sommer am Elbstrand im Wohnwagen campiert und im Winter in Altona lebt, in einem Buch festgehalten: „Mit der Knutschkugel unterwegs. Mein Wohnwagen, mein Liebster und ich“. Darin beschreibt sie nicht nur die Fahrt von Hamburg zum Bosporus und an die türkische Agäis, weiter nach Ostanatolien, zurück über Serbien, Kroatien und Österreich. „Die Balkanroute ist komplett ausgebaut und sicher, die Türkei ist, wie zu Zeiten vor den Bürgerkriegen auf dem Balkan, eine empfehlenswerte Destination für Camper“, sagt die gebürtige Niedersächsin.
Mit ihrem Wohnwagen-Oldtimer, in Fachkreisen „Knutschkugel“ und von Bruni Prasske „Emmy“ genannt, wagte sie sich zusammen mit Partner Freddy auch in entlegene Regionen der Türkei – zum Beispiel in das touristisch wenig erschlossene Kappadokien. Dort konnte überall eine Rast über Nacht eingelegt werden. „Einmal standen wir auch auf einem Dorfplatz. Die Menschen, die wir kennengelernt haben, waren sehr gastfreundlich und hilfsbereit“, so die Buchautorin, die das einfache Leben auf Reisen zu schätzen weiß.
„Wir sind meistens kurze Etappen gefahren, hatten vor Ort viel Zeit zu wandern, auf Märkten einzukaufen, zu kochen und Menschen kennenzulernen. Ablenkungen wie Hörbücher, Musik-CDs oder Internet brauchten wir nicht. Wenn wir auf einer Wanderung Hütehunde getroffen haben, die ihre Schafherde vor uns verteidigen wollten, dann hatten wir immer Glück und bekamen durch Einheimische Hilfe“, erinnert sich die Schriftstellerin.
Der Beziehung zu Freddy hat das beengte Leben offenbar nicht geschadet. Im Gegenteil: Irgendwo im fernen Anatolien machte der 53-Jährige seiner Liebsten einen Heiratsantrag.
Bevor das frischvermählte Paar auf die nächste gemeinsame Reise Richtung Iran geht, liest Bruni Prasske in Blankenese aus ihrem neuen Buch.

Lesung
Bruni Prasske liest aus ihrem Buch „Mit der Knutschkugel unterwegs. Mein Wohnwagen, mein Liebster und ich“ (dtv Verlag, 256 Seiten, 9,90 Euro) am Dienstag, 30. Juni, um 19 Uhr im Bootshaus, Ring der Einzelpaddler/
Faltbootgilde e.V., Falkensteiner Ufer 2 – 4. Mit Foto-Show und Besichtigung der „Knutschkugel“. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos:
❱❱ www.bruni-prasske.de
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