Manfred Eisner, Lesung im Seemannsheim am Krayenkamp

Wann? 01.06.2015 15:00 Uhr

Wo? Seemannsheim Krayenkamp, Krayenkamp 5, 20459 Hamburg DE
Manfred Eisner liest aus seiner Trilogie über das weite Thema "Flucht". Bild: Ilke Rosenburg (Foto: Ilke Rosenburg)
Hamburg: Seemannsheim Krayenkamp |

Wie eine Familie aus einer norddeutschen Kleinstadt vor den Nazis flieht und in der Fremde Südamerikas klarkommt

Am 1. Juni 2015 ab 15 Uhr liest der Autor Manfred Eisner im Seemannsheim am Krayenkamp, Krayenkamp 5 (vis-à-vis vom Michel), 20459 Hamburg. Das Thema: Das Leben einer Familie im gutbürgerlichen Milieu einer norddeutschen Kleinstadt in der Zeit der Nazi-Herrschaft; Bedrohung und Flucht nach Bolivien; die Probleme, in der neuen Heimat in Südamerika aufgenommen zu werden. Beginn 15.00 Uhr. Eintritt frei. Spenden erbeten.

Eisner, geboren 1935 in München, erlebte Kindheit und Jugend als Emigrant in Südamerika und kehrte 1957 nach Deutschland zurück. Er studierte Lebensmitteltechnologie in West-Berlin und arbeitete bis 2009 als Referent und internationaler Industrieberater. Seit 1981 wohnt er mit Ehefrau Anke in Schleswig-Holstein.

Der erste Eisner-Roman heißt „Leise Musik aus der Ferne“: In einer Hamburger Kneipe liest ein südamerikanischer Schriftsteller einen Roman, der in Oldenmoor spielt, einer imaginären Kleinstadt Schleswig-Holsteins. Hier im Bürgermilieu erlebt Grundschullehrerin Clarissa von Steinberg die Weimarer Republik und den moralischen Verfall der Familie. Falsche Tradition, Hochmut und Vorurteile versperren die Sicht für die Realität. In diese Situation trifft sie auf Vetter Heiko, schwarzes Schaf der Familie. Im Folgeroman „Crescendo bis Fortissimo“ erzählt Eisner, wie es Heiko und Clarissa, inzwischen Eltern zweier Kinder, weiter ergeht: Auch in Oldenmoor herrschen die Nazis, selbst die Provinz erlebt die Reichsprogromnacht. Heiko soll eine arische Herkunft belegen. Die Familie steht vor der Flucht. Während der erste Roman fiktiv war, vermischen sich jetzt Dichtung und Wahrheit. Die Ausreise der Romanfiguren nimmt Anleihen an der Biografie Eisners, der mit seiner Mutter 1940 nach Südamerika emigrierte. „Cantata Bolivia“ ist der letzte Teil der Trilogie: Die Familie aus Oldenmoor flieht nach Bolivien. Nur zögernd gelingt es ihr und anderen Immigranten, sich der fremden Umgebung anzunähern.
Eisner: „Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie, auch wenn es Unbelehrbare gibt, die nichts aus der Geschichte gelernt haben.“

Kontakt: Inka Peschke + Felix Tolle, Geschäftsführung Seemannsmission am Krayenkamp 040 – 37096-0, info(ad)seemannsheim-hamburg.de
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