Hamburger Abgeordnete initiieren Bundesprogramm gegen Langzeitarbeitslosigkeit und zur Integration von Flüchtlingen

Dr. Matthias Bartke, Altonas direkt gewählter Bundestagsabgeordneter (SPD)
Auf Initiative der Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und Matthias Bartke hat der Deutsche Bundestag 21 Millionen Euro für ein Arbeitsmarktprogramm für inländische und geflüchtete Jungerwachsene im Alter zwischen 25 und 35 Jahren zur Verfügung gestellt. Kerngedanke des Programms ist die gemeinsame Förderung beider Zielgruppen, um soziale und arbeitsmarktliche Integration zu verankern. In Hamburg werden damit rund 400 Beschäftigungsplätze bis Ende 2018 geschaffen.

Das Programm STAFFEL ist laut dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Johannes Kahrs zugleich eine Antwort auf die Herausforderung der arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten wie auf das Problem der wachsenden Langzeitarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik: „Es geht darum, Perspektiven für Menschen in dieser Gesellschaft und gerade auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln sowie Ressentiments zu verhindern und gemeinschaftliches Miteinander stärker zu fördern.“ Das Modellprogramm soll Wege und Handlungsmöglichkeiten für die Integration von Langzeitarbeitslosen und Zuwanderern aufzeigen.

Ergänzt wird das Beschäftigungsprogramm durch Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Sprachkurse für die Flüchtlinge. Außerdem arbeiten die Teilnehmenden 20 Stunden in der Woche voll sozialversicherungspflichtig. Unterstützt wird der Hamburger Teil des Programmes aus Mitteln der Behörde für Arbeit und Soziales und des Jobcenters Hamburg.

Matthias Bartke, Altonas direkt gewählter SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, freut sich darüber, dass Hamburg 400 Plätze aus dem STAFFEL-Programm erhalten hat: „Junge erwachsene Flüchtlinge sind zumeist hochmotiviert, sie haben aber keine Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig gibt es immer noch viele inländische Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen in dem gleichen Alter, die ebenfalls eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt suchen. In dem neuen Programm STAFFEL kommen beide zusammen und werden voneinander lernen. Das Programm wird eine Brücke von der Arbeitsmarkt- zur Integrationspolitik darstellen.“ Hamburg ist das Bundesland, das in der Vergangenheit überproportional viele Flüchtlinge aufgenommen hat. In der Ausschreibung konnten sich besonders die Hamburger Träger „Sprungbrett Dienstleistungen“ aus Bergedorf und Mitte sowie „Jugend hilft Jugend“ aus Altona durchsetzen, die rund 400 Beschäftigungsplätze bis Ende 2018 anbieten werden.

Aus der SPD wurde immer wieder die Kritik laut, dass es zu wenige konkrete Vorschläge zur Umsetzung des Merkelschen „Wir schaffen das!“ gibt. Für Kahrs und Bartke ist ihre Initiative ein konkreter Ansatz, Merkels Floskel in ein operatives Instrument zu übersetzen.

Dr. Matthias Bartke ist Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages Johannes Kahrs ist Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.